
Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule Technik und Wirtschaft Aalen und des Ulmer Museums wurde der Löwenmensch mit modernster Röntgen-Technik untersucht. Die mittels der 3D-Computertomografie erfassten Datensätze erlaubten außerdem die berührungsfreie Herstellung qualitativ hochwertiger Repliken im Stereolithographie-Verfahren, die das Ulmer Museum anstelle des Originals zur Ausleihe für befristete Sonderausstellungen vorhält.
Bei der Stereolithographie verfestigt ein feiner, über digitale Daten gesteuerter Laser Schicht für Schicht flüssiges Epoxidharz, das sich in einer Wanne mit einer höhenverstellbaren Plattform befindet. Ist eine hauchdünne Schicht fertig gestellt, senkt sich die Plattform um Bruchteile eines Millimeters und eine neue Schicht flüssigen Harzes wird ausgehärtet. Damit die Replik während des Baus nicht
absinkt, ruht sie auf einer im Computer vorbereiteten
Stützkonstruktion aus Hunderten feiner Streben.
Die fertige Replik gibt nicht nur exakt die Oberf-
läche des Originals wieder, sondern ebenso
genau dessen innere Strukturen. Abschließend
muss die Oberfläche entsprechend der Färbung
des Originals in Handarbeit koloriert werden.