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Neue Funde aus alten Grabungen

Nicht nur die Wiederentdeckung der Fundstelle des Löwenmenschen in der Stadel-Höhle und die Bergung weiterer Fragmente im Abraum der Ausgrabung 1939 haben gezeigt, dass die Untersuchung alt gegrabener Höhlenfundstellen mit modernen Methoden lohneswert ist.

Auch bei der Ausgrabung der Vogelherd-Höhle, die 1931 in nur drei Monaten komplett ausgeräumt wurde, waren - bedingt durch die Grabungstechnik jener Zeit - zahlreiche kleinformatige Objekte, Stein- und Knochengeräte, Schmuck aus Knochen und Elfenbein, aber auch Figuren übersehen worden. Bei den Nachuntersuchungen eines Teils der Schutthalde durch das Institut für Urgeschichte der Universität Tübingen zwischen 2005 und 2012 wurden zahllose neue Funde sichergestellt. Außer einer großen Zahl an Perlen wurden weitere Figuren oder Teile von Figuren geborgen, darunter bisher auch nicht bekannte Darstellungen wie die eines Igels oder eines Fisches. Im Schutt verborgen war auch die bisher einzige komplett erhaltene Figur, eine knapp 4 cm große Mammutfigurine. Sie besticht nicht nur durch ihre schlanke Form, sie weist zugleich ungewöhnlich viele feine anatomische Details wie die Afterklappe, Rüssel, Augen, Ohren und vielleicht sogar kleine Stoßzähne auf. Ferner konnten weitere Bruchstücke von bisher unvollständigen Figuren aus der Grabung 1931 entdeckt und angepasst werden.